Der Kormoran, unser aller „Lieblingsvogel“

Da der Kormoran sich in unserer Gegend recht wohl fühlt und auch einen guten Hunger mitbringt, haben wir einen Aufruf gestartet und wollten wissen, was die verschiedenen Angelvereine in der Gegend schon alles gegen dieses Federfieh unternommen haben.

Hier findet ihr die Ideen und Anregungen. Vielleicht könnt ihr ja auch etwas damit anfangen.
 


 

 

 Grundsätzlich halte ich den Versuch Kormorane von Fischgewässern fernzuhalten, für gut.
In unserem Falle handelt es sich um ein Fließgewässer (württembergische Eschach) mit 10 km Länge. Bis auf wenige Ausnahmen schließen Wiesen/Felder an das Gewässer. Es gibt nur einen mit Bruch- Bastard- Weiden bewachsenen Gewässerrandstreifen. Bei Hochstämmen herrschen Schwarz- Erle und Silber- Weide vor.  Bäume über 10 m Höhe sind Mangelware. Es gibt unseres Erachtens keine Möglichkeit den Kormoran wirkungsvoll zu vertreiben, da er überall in Flachwasser und Stau- Zonen in dem Gewässer fischt. Unsere Fangergebnisse und damit der Fischbestand ist seit 2009 um ca. 74% zurückgegangen! Der Phosphat- Eintrag führt zur vermehrtem Algenwachstum und zu zunehmender Sauerstoffarmut. Die Vereinsmitglieder fangen an zu murren, verständlich bei hoher Fischpacht und den dadurch ausgelösten Gebühren.

Hat evtl. jemand eine Idee, wie wir diesem Kollegen helfen könnten?

Wenn ja, bitte schickt mir eure Antwort über unser Kontaktformular.


           

Wir haben letzen Sommer auf Empfehlung eines Angelkollegen aus Philippsburg in unseren ca. 6 ha großen Bagersee 3 Stück schwarze Plastikschwäne (ca. 40€ /Stück vom Versandhandel) im See an ca. 30-40m (bei 10-20m Wassertiefe) langen Ankerschnürren "eingesetzt". Durch die langen Schnüre können sich die Schwäne relativ frei bewegen uns sehen sehr echt aus. Diese Maßnahme hat anfangs auch sehr gut gewirkt (ca.3-4 Monate), bis die "Biester" den Trick durchschaut haben und sich wieder langsam an den See gewagt haben.

 

alt

 

Da die Schwäne über den Winter wegen der Eisgefahr aus dem Gewässer entnommen wurden ,haben wir mit einer weiteren Maßnahme versucht die "Tierchen" vom See fernzuhalten.An den vorhandenen Ankerschnüren wurden selbstgebastelte große Styroporschwimmer mit langen Bambusantennen (ca.1,5 m) und einer alten CD an freier Schnur eingebracht .Diese rel. einfache Maßnahme hat bis jetzt sehr guten Erfolg gebracht.Die großen Mengen Enten die über den Winter oft im Gewässer sind lassen sich nicht stören ,aber der Kormoran scheint vor den blinkenden CD's Respekt zu haben.

Wir sind der Meinung dass diese Maßnahmen bisher einen guten ,wenn auch nicht 100%igen Erfolg gebracht haben.

Wir setzen jährlich für ca. 1500 € Jungfische ein.
Wenn wir durch diese Maßnahmen nur ca. 20% des Besatzes retten können haben sich die Investitionen von ca.120€ mehr als bezahlt gemacht.

Da wir aber erst im Mai mit diesen Maßnahmen begonnen haben können wir noch keine endgültige Aussage machen.

Im Internet kann man unter dem Suchbegriff "schwarzer Schwan Kormoranvergrämung" einige mehr oder weniger lustige Berichte finden.

 

 

Das mit dem Kormoran ist einfach.
Der Kormoran darf von Jagdpächter erlegt werden.
Ihr Angelverein bittet den Jagdpächter den Bestand auf ein verträgliches Maß zu reduzieren. Kommt er dem nicht nach verlangt Ihr Verein Schadensersatz. (gilt in Baden- Württemberg)

Fakt ist es darf niemand einem anderen Schaden zu fügen wenn dieser abgewendet werden kann. Der Kormoran ist keine heimische Vogelart auch wenn BUND, Nabu und die Grünen dies gerne hätten. Es ist ein Kulturfolger des Stauwerkbaus und zum Schutz der heimischen Tierwelt dürfen die Bestände der Brackwasservögel nicht überhand nehmen schon gernicht im Binnenland.
Was Ihr selbst tuen könnt ist die Schlafbäume aufsuchen und mit Lärm und Licht vergrämen
Grüße aus Bernau

Die Kormoranverordnung kann in unserem Downloadbereich eingesehen werden.

 

 

 

Der Angel- und Gewässerschutzverein St. Blasien e.V. bekämpft den Kormoran wie folgt:

Unser Gewässer setzt sich aus einem Stausee (Albsee) und dessen Zufluss die Alb zusammen.

Wir haben die Kormorane nur im Herbst und Winter hauptsächlich am Stausee.Täglich von 5 bis 25 Stück.

Wir vergrämen sie mit einem Revolver mit Knallpatronen und mit Pfeiffern die auf den Revolver aufgesteckt werden,

ein Rentner und Angelkolege von mir macht dies täglich!!Wir können die Vögel nicht fernhalten aber sie werden gestört 

und auf Zeit vergrämt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen ,

 

 

 SAV Rottweil

 

Unser Bootsangler (Oskar) hatte noch ein kleines Radio dabei.Besser wäre natürlich ein Radio mit solarbetrieb denn die Batterien halten nicht so lange.

Aber es hat geholfen im Winter 2011.Diesen Winter wird vergrämt u. gejagt, das hilft auch.